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Die Selbsthilfe ist ein wesentlicher Teil der Gesundheitsstrukturen in NÖ. Über 300 medizinische und soziale Selbsthilfegruppen sind Mitglied im Dachverband der NÖ Selbsthilfegruppen, der vom NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) unterstützt wird. Fast alle Krankheitsbilder von A- wie Anonyme Alkoholiker bis Z- wie Zeckenopfer spiegeln sich in den Selbsthilfegruppen wider.
In den Gruppen finden Betroffene Zuspruch und Unterstützung durch gleichermaßen Erkrankte. Das Erfahrungswissen der Gruppe erleichtert dem Einzelnen die Bewältigung der alltäglichen Probleme, die sich durch die Beeinträchtigung, welche mit der Erkrankung einhergehen, ergeben.
Daher unterstützt der NÖ Gesundheits- und Sozialfonds die Selbsthilfe in Niederösterreich. So gibt es seit 2008 für einzelne Gruppen eine Förderung für besondere Vor-haben. Auch der Dachverband der NÖ Selbsthilfegruppen erhält einen Großteil seines Jahresbudgets aus Mitteln des NÖGUS. Unterlagen für die Projektförderung von NÖ Selbsthilfegruppen stehen hier zum Download bereit.
Förderkriterien
Formular für die Projekteinreichung
In Kooperation mit der NÖ Landeskliniken-Holding und dem Dachverband der NÖ Selbsthilfegruppen wurde das Projekt „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ entwickelt. In diesen Landeskliniken steht den Gruppen ein/e kompetente/r Selbsthilfepartner/in zur Seite. Diese sind in den Häusern willkommen und es findet vielfältiger Informationsaustausch statt. Diese Zusammenarbeit wird von beiden Seiten sehr geschätzt.
2008 wurden bereits sieben Häuser durch LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka für ihre vorbildliche Selbsthilfeunterstützung mit dem „Gütesiegel selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet.
LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka verlieh am 30. 10. 2008 erstmals in Niederösterreich das Gütesiegel „selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ an folgende Landeskliniken: Amstetten-Mauer, Hainburg, Lilienfeld, Mistelbach, Neunkirchen, Scheibbs und Tulln. Das Qualitätsprojekt „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ stellt den „zwischenmenschlichen Faktor“ in den Mittelpunkt und betont die wertschätzende Haltung zwischen dem jeweiligen Landesklinikum und den Selbsthilfegruppen.
Ein „selbsthilfegruppenfreundliches Krankenhaus“ zeichnet sich dadurch aus, dass es sein ärztliches und pflegerisches Handeln durch das Erfahrungswissen der SHG erweitert, den Kontakt zwischen PatientInnen und Selbsthilfegruppen fördert und kooperationsbereite SHG aktiv unterstützt.
Am 29. April 2010 fand im Rahmen des Tages der Selbsthilfe die Auszeichnung acht weiterer NÖ Landesklinken mit dem "Gütesiegel selbsthilfefreundliches Krankenhaus "statt. Zu diesen Landeskliniken zählen: Baden, Gmünd, Hollabrunn, Horn/Allentsteig, Korneuburg/Stockerau, Mödling, Waidhofen/Thaya, Zwettl.
Mehr Informationen zum Thema Selbsthilfegruppen und zum Kooperationsprojekt „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ finden Sie unter www.selbsthilfenoe.at.