Am NÖ Zentrum für Medizinische Simulation und Patientensicherheit kommen Geräte der Fa. Laerdal (Norwegen, http://www.laerdal.com/de/) zum Einsatz. Dabei handelt es sich um computergesteuerte Manikins, welche zum Unterschied von sogenannten Skillstrainern wesentliche Funktionen des menschlichen Organismus darstellen können.
Atmung, Kreislauf, Bewusstsein und Sprache können damit ebenso simuliert werden wie verschiedenste Krankheitsbilder (z.B. Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Asthmaanfall, Lungenembolie) oder typische Verletzungen (Brustkorbverletzung mit Spannungspneumothorax) und deren Folgen (Blutung, Schock, Kreislaufstillstand). Dabei können klinisches Erscheinungsbild, Schweregrad und Reaktion auf Behandlung durch die Instruktoren beliebig adaptiert werden (Abbildung - Reanimation an der ICU).
Medikamentenerkennung
Der Simulator reagiert auf therapeutische Maßnahmen in gewissen Grenzen physiologisch - die automatische Erkennung von verabreichten Medikamenten und deren Dosierung sowie sonstiger Manipulationen am Manikin bewirkt nicht nur entsprechende Reaktionen des „Patienten", sondern erlaubt durch die exakte Aufzeichnung von Aktion des Behandlers, Applikationszeitpunkt und -dosis auch die Diskussion der Maßnahmen im Debriefing Derzeit sind am Simulationszentrum ein Baby- und ein Erwachsenenmodell verfügbar; letzteres erlaubt übrigens bereits eine völlig kabellose Verwendung. Damit sind auch mobile Einsätze außerhalb von OP, Schockraum und Intensivstation - etwa im Hubschrauber oder Rettungswagen - grundsätzlich möglich.
Kindernarkose
Das Babymodell lässt sich neben dem Beüben oder Erlernen von Notfallmaßnahmen auch hervorragend zum Training von Narkosen beim Kleinkind einsetzen: da operative Eingriffe in der Realität außerhalb von kinderchirurgischen Zentren nur sehr selten vorkommen, ist die Erfahrung der meisten Anästhesisten und Pflegepersonen hier eher begrenzt. Regelmäßiges Training am Simulator kann fehlende Routine mildern.
Regieraum
Die Steuerung der Simulatoren erfolgt ebenfalls PC gestützt - in der Regel von außerhalb des Sicht- und Hörbereichs der Teilnehmer. Damit wird eine sehr realistische Trainingsumgebung geschaffen: die Teilnehmer sind mit der Situation „alleine" und treffen ihre Entscheidungen völlig unbeeinflusst.