Positionsanzeige:

Inhalt:

Qualitätsstrategie der NÖ Landeskliniken-Holding

Bisherige zentrale Punkte der Qualitätsstrategie waren Struktur-qualitätskriterien (vom Bund vorgegeben), Behandlungspfade und Leitlinien. Die Kernpunkte der Qualitätsstrategie NEU sind Ergebnis-qualität sowie gesundheitsökonomische Aspekte. Die Prozesse und die Prozessqualität liegen im Verantwortungsbereich des Prozess-Owners (z.B. Abteilungsleiter).

2009 wurde mit den deutschen HELIOS-Kliniken und dem Schweizer Bundesamt für Gesundheit ein Kennzahlensystem bestehend aus 95 Qualitätsindikatoren zur Messung der Ergebnisqualität eingeführt. Diese Qualitätskennzahlen messen Mortalität, Wahl von Behandlungsverfahren, Intensivhäufigkeit, Versorgungsqualität, Re-Eingriffe sowie reine Mengen und ermöglichen ein nationales und internationales Benchmarking. Gesundheitsökonomische Aspekte fließen durch die Steuerungs-indikatoren Verweildauer, Intensivhäufigkeit, Tagesklinikpotenzial-ausschöpfung und Wiederaufnahmerate in das Qualitätsmanagement-system mit ein.

Die maximale Einbindung der Krankenhäuser und Abteilungen, die Nutzung des vorhandenen Expertenwissens und das zielorientierte, strukturierte Abarbeiten von Problemfeldern und Themengebieten haben dabei oberste Priorität. Es soll kein Top-down-Dirigismus durch die NÖ Landeskliniken-Holding erfolgen, sondern innerhalb von klaren Rahmen- vorgaben die Leistungserbringer vor Ort bestmöglich eingebunden werden. Diese Art von Steuerung (bottom-up) wird durch die Installierung von verschiedenen medizinischen Gremien gewährleistet:

• Fachbeiräte (Themenbereiche: Qualitätsindikatoren, fachspezifische
   Fragen, usw.) 
• Regionale Fachbeiräte (Themenbereiche: herunter brechen fachlicher
   Fragestellungen auf regionaler Ebene) 
• Regionale Beiräte (Themenbereiche: Steuerungsindikatoren,
   Qualitätsindikatoren, regionale und lokale Fragestellungen)

Die Fachbeiräte sowie regionalen Fachbeiräte beschäftigen sich vorrangig mit fachspezifischen Themen sowie den Qualitätsindikatoren und treffen sich mindestens zwei mal jährlich (z.B. Chirurgie, Pflege, Urologie, Pharmazie, Krisen- und Katastrophenmanagement etc.).

In den quartalsmäßigen regionalen Beiräten werden die Steuerungs- indikatoren, Qualitätsindikatoren und die Strukturen vor Ort behandelt. Weiters werden die ärztlichen Direktoren, Pflegedirektoren sowie der Primarärztevorstand mindestens zwei mal jährlich einberufen.

Das nationale und internationale Benchmarking soll ermöglichen, von den Besten zu lernen und Auffälligkeiten und Problemfelder strukturiert in Peer-Reviews abzuarbeiten.