Abteilung Medizin & Qualität

Polypharmazie

 

Ein weiterer Schritt zur Erhöhung der Patientensicherheit, ist die im Landeszielsteuerungs-Übereinkommen beschlossene Weiterführung von Maßnahmen zur Reduktion unerwünschter Folgen von Polypharmazie.

Die Weltgesundheitsorganisation spricht von Polypharmazie, wenn ein Patient mindestens vier Medikamente zeitgleich verschrieben bekommt. Dadurch kann es zu einer Verstärkung der Nebenwirkung oder Wechselwirkungen kommen. Dank der gestiegenen Lebenserwartung, aber der häufig damit verbundenen Mehrfacherkrankungen bei älteren Personen, hat Polypharmazie stark zugenommen. Um mögliche negative Auswirkungen durch Polypharmazie zu vermeiden, werden in den, vom NÖGUS unterstützten Projekten behandelnde Ärzte/Ärztinnen in den Krankenanstalten von Pharmazeuten/innen bei der Verschreibung der Medikamente unterstützt. Die Patienten erhalten dabei alle therapeutisch notwendigen und sinnvollen Medikamente zur Behandlung ihrer Erkrankungen, wobei besonders auf mögliche Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Präparaten Bedacht genommen wird. Durch den Austausch einzelner Präparate werden Wechselwirkungen reduziert und so der Gesamtnutzen für die Patienten gesteigert.