Schlaganfall-Zusatzausbildung für 10.000 NÖ Rettungskräfte

Eichtinger/Krauter: Land NÖ und Rettungsorganisationen bildeten die aktiven Sanitäterinnen und Sanitäter zusätzlich aus, um Gesundheitsversorgung weiter zu verbessern.

Jedes Jahr erleiden in Niederösterreich rund 4.000 Menschen einen Schlaganfall. Nach Herzkreislauferkrankungen und Krebserkrankungen ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache in Österreich im Erwachsenenalter. Am 29. Oktober, dem Welttag des Schlaganfalls, stehen Information und Aufklärung im Vordergrund. Vergangenes Jahr hat das Land Niederösterreich gemeinsam mit der FH St. Pölten, dem Roten Kreuz und dem Samariterbund ein Weiterbildungsmodul „Schnelle Hilfe bei Schlaganfall“ für Sanitäterinnen und Sanitäter entwickelt. „Mit dieser zusätzlichen Qualifizierung für unsere Rettungskräfte wollen wir die Gesundheitsversorgung für die Menschen in Niederösterreich noch weiter verbessern. Mittlerweile haben 10.000 aktive Sanitäterinnen und Sanitäter diese Ausbildung absolviert“, so NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger.  

„Wir wollen das Bewusstsein für Schlaganfall noch mehr fördern, deshalb erweitern wir das Bildungsangebot. Im Internet wird es kostenlos auch anderen Gesundheitsberufen und Interessierten zur Verfügung gestellt“, so Eichtinger. Die Weiterbildungsinhalte stehen online unter www.vielgesundheit.at bereit und sind auch als Arbeitsbuch im Facultas-Verlag erschienen.  

Verbesserung der Gesundheitskompetenzen  

„Das Wissen über den Schlaganfall und das schnelle Handeln retten Leben und entscheiden über die Genesungschancen der Betroffenen – denn beim Schlaganfall zählt jede Sekunde. Damit Menschen in Notsituationen schnell und richtig reagieren können, müssen sie über die Symptome Bescheid wissen“, sagt der Leitende Arzt der Österreichischen Gesundheitskasse, Andreas Krauter. „Der ÖGK ist die   Verbesserung der Gesundheitskompetenz ein wichtiges Anliegen. Mit dem Land Niederösterreich haben wir einen hervorragenden Partner gefunden, um das Bewusstsein der Niederösterreicherinnen und Niederösterreich für den Schlaganfall zu verbessern. Gleichzeit bietet die ÖGK den Versicherten ein umfangreiches Präventionsprogramm mit Vorsorgeuntersuchungen und Workshops an, um das Schlaganfallrisiko zu senken.“

Auf die Bedeutung der Vorbeugung eines Schlaganfalls betont auch Gerhard Heilig, Notfallsanitäter und Lehrbeauftragter, Rotes Kreuz Niederösterreich. Er appelliert daher: „Bluthochdruck ernst nehmen und behandeln lassen!“. Das Thema Schlaganfall behandelt er auch als Lehrbeauftragter. „In Erste-Hilfe-Kursen ist Schlaganfall immer ein Thema. Ich weise aber auch immer auf die FAST-Regel hin“, erzählt er.  

Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall

Eine Akuttherapie ist meist nur innerhalb der ersten Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome möglich. „Unser Ziel ist es, die Bevölkerung aufzuklären. Rechtzeitiges Erkennen eines Schlaganfalls kann Leben retten“, so Eichtinger und weiter: „Wir wollen die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher auf die Symptome aufmerksam machen.“ Hilfreich dabei ist der FAST-Test. FAST steht für Face, Arm, Speech und Time. Hängt ein Mundwinkel herab? Sinkt bei nach vorne ausgestreckten Armen einer ab oder dreht sich? Ist die Stimme verwaschen oder kann ein Satz nicht nachgesprochen werden? Falls eines davon zutrifft, geht es um Zeit, und 144 sollte rasch verständigt werden.

FAST-Test: www.noegus.at/schlaganfall/

NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger, Leitender Arzt der Österreichischen Gesundheitskasse Andreas Krauter, Notfallsanitäter und Lehrbeauftragter Gerhard Heilig (vorne, v. l.) und Notfallsanitäter Christian Hell (hinten).   

Foto: NLK Reinberger

Presse-Rückfragen: Christine Haiderer
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